Arbeiten im Abbau der Grube Hilfe Gottes.

Bohrarbeiten um 1935. Als erstes wurden die Sprenglöcher abgebohrt. Hierzu wurden Schlangenbohrer verwendet. Danach wurden die Bohrlöcher mit Sprengstoff geladen. Der Schießhelfer steckte die Zünder in die Patrone und der Hauer schob mit Hilfe eines Ladestockes diese in das Bohrloch. Nach dem Sprengen wurde mit Kratze und Trog das Haufwerk in einen Vorderkippwagen (In Bad Grund nannte man diesen auch Schnabelwagen) abgefördert. Zu sehen ist das Wegfüllen in einen Vortrieb mit Getriebe- zimmerung. In der „Butterpause“ hat sich der Bergmann wieder gestärkt und erholt. In Bad Grund gab es einen ganz speziellen Ausdruck dafür. Liegestunde - hier wurde sich für ein kleines Nickerchen auf eine Bohle gelegt. Zum Wegfüllen des Erzes wurden später Wurfschaufellader eingesetzt. Diese fuhren auf Gummiräder oder auf Schienen. Auf dem Foto links sieht man einen Atlas-Copco T2 GH als Kombination von Wurfschaufel - Lader und Pendelwagen. Angetrieben wurden diese mit Druckluft. Zu sehen ist an der Ortsbrust die Gangstrucktur. Kalkspat und Zinkblende ziehen sich wie Bänder durch dem Erzkörper. Man nannte diesen Erzverlauf auch Bändererz. Hier ist ein Druckluft betriebener Wurfschaufel - Lader auf Schienen im Einsatz. Wenn der Muldenwagen voll war, wurde er vom Lader abgekoppelt und man schob ihn per Hand zur Erzrolle.
Quelle „Erzbergwerk Bad Grund“
Damals
© Michael Myler 2000 - 2019
michael-myler.de Private Homepage von Michael Myler