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Geschichte
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Zeittafel der Geschichte des Erzbergwerks Grund

1430 Bergbau am Iberg, nördlich von Bad Grund. 1524 Erste Bergfreiheit für Bad Grund und Umgebung. ???? Erste Schürftätigkeit am Toten Mann (Gebiet der Grube Hilfe Gottes). 1564 Erste Erwähnung der Grube Hilfe Gottes. 1636 Wiederholter Abbau mit mehrjährigen Betriebsperioden. 1682 1740 1831 Wiederaufnahme des Betriebes als Staatliche Grube. 1838 Energieversorgung durch Zuführung von Innerstewasser über der Schultestollen. 1851 Auffahrung des Ernst - Auguststollen. 1864 1887 Vereinigung der Berginspektionen St. Andreasberg und Silbernal als Inspektion Grund. 1904 Achenbachschacht abgeteuft, Betriebsabteilung Hilfe Gottes. 1907 1923 Die Preußische Bergwerksaktiengesellschaft übernimmt die bis dahin Staatlich Berginspektion Grund. 1924 Einführung der Flotation. 1931 Die Erze der Grube Bergwerkswohlfahrt werden unter Tage zur Grube Hilfe Gotte gefördert, in Achenbachschacht gehoben und in der Aufbereitung verarbeitet. 1934 Entdeckung des Westfeld - Erzmittel I. 1945 Nach Kriegsende ruhte von April bis Oktober der Betrieb. 1950 Entdeckung des Westfeld - Erzmittel II. 1958 Einführung des Blockbaus mit Rahmenzimmerung. Bis dahin wurde der Firstenstoßbau allein angewandt. 1960 Einführung des Teilsohlenbruchbaus und des Firstenstoßbauses. 1964 1967 Ausbau bis zu einer Jahresförderung von 420.000t Jahresförderung. 1970 Beginn des Modernen Bergbaus. Der LHD - Abbau (Einsatz von Gleislosen Dieselfahrzeuge wurden eingeführt). 1973 Nach Beendigung des Ausbauprogramms stieg die Jahresförderung auf bis zu 460.000t. 1978 Aufnahme des Firstenstoßbaues mit Betonversatz. 1980 Stillegung der Stromerzeugung der KWC und Übergabe der Oberharzer Wasserwirtschaft an das Land Niedersachsen. 1981 150 Jahr-Feier der Grube „Hilfe Gottes. 1992 Schließung und Stilllegung der Grube.
Die Anfänge des Oberharzer Bergbaues liegen wahrscheinlich zu Beginn des 13. Jahrhunderts. In der Umgebung von Grund wird zuerst vom Eisensteinbergbau und Silbererzbergbau am Iberg berichtet. Die Anfänge des Bergbaus am Totemann bei Grund (Lage der Grube Hilfe Gottes) sind unbekannt. Um 1682 wurde der dortige alte Bergbau durch eine Gewerkschaft Isaakstanne erneut aufgenommen. Der alte Tagesstollen und der Schacht wurden wieder aufgemacht. Man fand vor den Örtern Erz, stellte aber nach wenigen Jahren den Betrieb wieder ein. Bei der zweiten Wiederinbetriebnahme im Jahre 1740 ging es ähnlich. Obwohl das Erz sehr silberreich war, wurde der Bergbau wegen Geldmangel bald wieder geschlossen. Die Grube Hilfe Gottes wurde 1831 als fiskalische (der Staat als Verwalter) Grube wieder aufgemacht. Der bisherige Betrieb hatte erheblich unter Mangel an Aufschlagwasser gelitten. Man brachte daher ein kostspieliges Projekt zur Durchführung und führte Wasser von der Innerste durch besondere Kunstbauten, den Schultestollen, den Eichelberger Wasserlauf und eine gusseiserne Röhrentour zur Überbrückung des Grunder Tales, zur Grube Hilfe Gottes. In den folgenden Jahren entwickelte sich die Grube stetig aufwärts. Die Gruben wurden bis ins 19. Jahrhundert von Gewerkschaften betrieben, die den Zehnten (10% Steuern) an den Landesherrn abführen mussten. 1866 wurde das Gebiet vom preußischen Staat übernommen. 1867 wurde es zum Reservatfeld erklärt und unter die drei neu gebildeten Berginspektionen Clausthal, Lautenthal und Silbernaal (Später Grund) aufgeteilt. 1923 wurden die staatlichen Berginspektionen der neu gebildeten Preußischen Erzbergwerks- und Hütten-Aktiengesellschaft unter der Bezeichnung Erzbergwerke eingegliedert. 1930 wurde wegen Erschöpfung der Erzmittel die Erzbergwerke Clausthal und Lautenthal stillgelegt. Seither ist nur noch das Erzbergwerk Grund im Betrieb.