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Grubenlokomotiven
Die 19te Sohle war die Hauptförderstrecke der Grube. Hier wurde das Erz aus dem Ost- und Westfeldbunker mit Hilfe des Zuges zusammengefasst und zum Schachtbunker gebracht. Der aus zehn Wagen je 10t Nutzlast bestehende Zug wurde als Wendezug mit zwei Akkuloks der Firma Siemes betrieben. Die Wagons wurden von der Deutschen Baryt-Industrie in Bad Lauterberg übernommen. Hier waren sie bei der übertägigen Werksbahn zum Transport des Schwerspats in Einsatz. Beim Be- und Entladen wurde der Zug vom Lokführer mit einen tragbaren Steuerpult über Funk bedient. Auf dem Bild sieht man den Erzzug beim beladen am Westfeldbunker. Der Lokführer steht auf einer Bühne über den Zug.

Erzzug auf der 19ten Sohle

Fahrdrahtlokomotive auf der 14ten Sohle

Vor der Umstellung auf gleislosen Dieselbetrieb wurde auf der 14ten Sohle die Erzförderung mit elektrischen Fahrdrahtlokomotiven bewältigt. Die Loks wurden von der AEG hergestellt und hatten ein Gewicht von 4t bis 5,5t und wurden mit Tatzlagermotoren (ein Fahrmotor in Eisenbahntriebfahrzeugen, dessen eine Seite ungefedert auf der Achswelle ruht) mit einer Leistung von 2 x 9,5 kW angetrieben. Die mit Akkuloks zusammengestellten Wagen aus den verschiedenen Abbaufeldern (Revieren) wurden mit den Fahrdrahtloks in langen Zügen, mit bis zu 30 Wagons mit 6t Fassungsvermögen, zum Schachtbunker gefahren. Auf dem Foto ist das entleeren der Wagons am Schachtbunker zu sehen.

Akkulok des Erzbergweks

Für Transporte aller Art sind im Erzbergwerk Akkuloks im Einsatz gewesen. Diese von der Firma H. Bartz gebauten Loks hatten eine Leistung von 12 KW und wogen ca. 4t. Hauptsächlich sind sie aber in der Zuzförderung der Erz- und Bergeförderwagen von den in Querschlägen befindlichen Rollen in Einsatz gewesen. Hier ist der Lokführer mit seiner Akkulok auf der Fahrt zum Einsatzort zu sehen.
Preussag AG
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W. Gresner
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